Über das Marius van Dokkum Museum
Das Marius van Dokkum Museum ist das Museum, das ganz dem Werk des Künstlers Marius van Dokkum gewidmet ist. Seit Oktober 2026 findest du uns in der Academiestraat 14, mitten in der historischen Altstadt von Harderwijk. Hier hat Marius’ humorvollen, lebensnahen und manchmal berührenden Werken viel Raum bekommen.
Ein Museum, in dem man lachen darf
Marius’ Gemälde sprechen Besucher jeden Alters an. Gewöhnliche Menschen und alltägliche Situationen stehen oft im Mittelpunkt. Mit viel Humor, einem Auge fürs Detail und einem warmherzigen Blick auf den Menschen macht Marius daraus immer etwas Besonderes.
Seine Gemälde laden dazu ein, genau hinzuschauen. Immer wieder entdeckst du neue Details, erkennst vielleicht dich selbst oder jemanden aus deinem Umfeld wieder und verlässt das Museum garantiert mit einem Lächeln.

Von der Ausstellung zum eigenen Museum
Die besondere Verbindung zwischen Marius van Dokkum und Harderwijk begann mit einer Ausstellung im Stadsmuseum Harderwijk. Die Ausstellung zog viele Besucher an und die begeisterten Reaktionen zeigten schnell, dass das Publikum Marius’ Werke ins Herz geschlossen hatte. Auch Marius selbst verliebte sich in Harderwijk mit seinen historischen Plätzen, Straßen und Denkmälern.
Gemeinsam mit dem Stadsmuseum Harderwijk machte er sich auf die Suche nach einem Ort, an dem seine Werke dauerhaft zu sehen sein konnten. Gefunden wurde dieser in der ehemaligen Anatomiekammer der Universität Harderwijk in der Academiestraat 7. In diesem besonderen historischen Gebäude, in dem einst anatomische Lehrveranstaltungen stattfanden, öffnete das Marius van Dokkum Museum 2018 seine Türen.
Das Museum wurde zu einem großen Erfolg. Immer mehr Besucher fanden den Weg nach Harderwijk, und nach einigen Jahren wurde deutlich, dass die ehemalige Anatomiekammer zu klein geworden war.

Museum mit einem Lächeln
Von der Anatomiekammer zum neuen Museum
Das Marius van Dokkum Museum wurde zu einem großen Erfolg. Immer mehr Besucher fanden den Weg nach Harderwijk, und schon bald wurde deutlich, dass die ehemalige Anatomiekammer zu klein geworden war.
Dank der Unterstützung der VriendenLoterij konnte das Museum den nächsten Schritt gehen. Nur wenige Schritte vom alten Standort entfernt fand es in der Academiestraat 14 ein neues Zuhause. Seit Oktober 2026 empfangen wir hier unsere Besucher in einem großzügigen und modernen Museum, mit mehr Raum für Marius’ Gemälde und für die Geschichten hinter seinen Werken.
Marius’ Atelier hat hier einen prominenten Platz bekommen. Auch mit einem persönlichen Film und einer neuen Audiotour kommen Besucher dem Künstler noch näher. So bietet das neue Museum viel Raum, um Marius und seine Werke zu entdecken.

Beste Reizigers (Liebe Reisende)
Mit 3,5 mal 2,5 Metern ist Beste Reizigers (Liebe Reisende) das größte Gemälde, das Marius van Dokkum je geschaffen hat. Von 2018 bis 2022 arbeitete er einen Tag pro Woche in seinem Atelier im alten Museum daran, wo Besucher Schritt für Schritt miterleben konnten, wie das Werk entstand.
Inspiriert von Rembrandts Die Nachtwache malte Marius eine zeitgenössische Szene auf einem belebten Bahnsteig. Fast alle Reisenden sind völlig in ihre Mobiltelefone vertieft. Nur ein älteres Ehepaar und ein kleines Kind suchen noch echten Kontakt zu ihrer Umgebung. Ein wiedererkennbares Bild unserer Zeit, voller Humor und überraschender Details, die man aus der Nähe entdecken möchte.

Turbo
Turbo aus dem Jahr 2018 ist inzwischen eines der bekanntesten Gemälde von Marius van Dokkum. Eine ältere Dame rast auf ihrem E-Bike vorbei, mit entschlossenem Blick, einer auffälligen Handbewegung und natürlich ihren Stützstrümpfen. Eine vertraute Szene, die Marius mit Humor ein wenig überzeichnet.
Doch hinter dem Humor verbirgt sich eine ernstere Botschaft. Die karge Landschaft verweist auf den Klimawandel, während die Frau vorwärtsrast, ohne auf ihre Umgebung zu achten. Für Marius steht dies symbolisch für den Umgang des Menschen mit der Umwelt. Typisch Marius: die Wahrheit mit einem Lächeln erzählen.

Meegaan met je tijd (Mit der Zeit gehen)
Meegaan met je tijd (Mit der Zeit gehen) ist eines der bekanntesten Gemälde von Marius van Dokkum. Zwei ältere Menschen versuchen, sich in der Welt der modernen Technik zurechtzufinden. Eine vertraute Szene, in der ein alltäglicher Kampf mit viel Humor festgehalten wird.
Für das Gemälde ließ sich Marius von seinen eigenen Schwiegereltern inspirieren. Gleichzeitig ist die Situation für viele Menschen wiedererkennbar: Fast jeder kennt jemanden, dem es nicht immer leichtfällt, „mit der Zeit zu gehen“. Typisch Marius: Mit viel Liebe zum Detail und einer großen Portion Humor hält er dem Betrachter einen humorvollen Spiegel vor.

Anatomische les (Die Anatomische Lektion)
Anatomische les (Die Anatomische Lektion) aus dem Jahr 2014 ist Marius’ eigenwillige Anspielung auf Rembrandts Die Anatomie des Dr. Nicolaes Tulp. Nur wurden die Menschen hier durch … Birnen ersetzt.
Birnen spielen in Marius’ Werk häufiger eine Rolle. Ihre unregelmäßigen Formen erinnern ihn an die Birnen aus dem Obstgarten seiner Schwiegereltern, und er erkennt darin allerlei menschliche Züge. Mit ein wenig Fantasie verwandeln sich ihre rundlichen Formen wie von selbst in wohlgenährte Menschen mit dicken Bäuchen. So verleiht Marius einer berühmten kunsthistorischen Szene auf seine ganz eigene Weise eine humorvolle Wendung.

Dansje in de kerk (Tanz in der Kirche)
Dansje in de kerk (Tanz in der Kirche) aus dem Jahr 2005 ist eines der beliebtesten Gemälde bei den Besuchern und zugleich Marius’ eigenes Lieblingswerk. Bemerkenswerterweise handelt es sich um ein Selbstporträt: Marius erkennt sich selbst in dem Mädchen wieder, das spontan und unbeschwert durch die Kirche tanzt.
Das Gemälde entstand, nachdem Marius für seine zeitgenössischen Illustrationen der Weihnachtsgeschichte kritisiert worden war. Mit dem tanzenden Mädchen gegenüber den streng blickenden Kirchgängern stellt Marius zwei Arten des Glaubens dar: streng und zurückhaltend oder frei und unbeschwert. Ein persönliches Gemälde mit einer tieferen Bedeutung, in dem sich viele Menschen wiedererkennen.

Mannenhuishouding (Männerhaushalt)
Mannenhuishouding (Männerhaushalt) aus dem Jahr 2006 zeigt einen Mann, der ganz in seiner eigenen Welt aufgeht. Mit seinem Moped im Wohnzimmer, Katzen und allerlei Unordnung um sich herum und einem Topf Bohnen auf dem Herd kümmert er sich wenig darum, was andere von ihm denken. Währenddessen schauen neugierige Nachbarinnen durch das Fenster hinein.
Für diese tragikomische Szene ließ sich Marius von Menschen inspirieren, die ganz auf ihre eigene Weise leben, aber auch von den lebhaften Haushaltsszenen Jan Steens. Viele Gegenstände malte er nach realen Vorbildern. Sogar das Moped gehört Marius selbst und ist im Museum zu sehen.

Teil der Stichting Stadsmuseum Harderwijk
Das Marius van Dokkum Museum ist Teil der Stichting Stadsmuseum Harderwijk. Die Stiftung betreibt zwei Museen in der historischen Innenstadt, die jeweils ihre ganz eigene Geschichte erzählen und sich wunderbar ergänzen.
Im Stadsmuseum Harderwijk entdeckst du die reiche Geschichte der Stadt: von der Hansestadt zur Universitätsstadt und von der Fischerei zum Tourismus. Außerdem gibt es wechselnde Ausstellungen mit moderner und zeitgenössischer figurativer Kunst.
Auch außerhalb unserer Museen gibt es viel zu entdecken. Die Beeldenroute führt dich zu Bronzeskulpturen an historischen Orten in der Innenstadt. Gemeinsam erzählen sie Geschichten über Menschen und Ereignisse, die Harderwijk im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben.
So machen wir Kunst, Stadtgeschichte und Geschichten innerhalb und außerhalb unserer Museumsmauern lebendig.
